Woltersdorf

Gemeindekirchenrat:
- Gisela Schäfer (Vorsitzende)
- Margitta Deutsch
- Hartmut Dorneburg
- Waltraud Lehr
- Renate Glessmann
- Horst Bochow
- Pfr. M. Wolf (stellv. Vorsitzender)
- bis 1911 war Woltersdorf eines der Filialdörfer der
Johanneskirche in Luckenwalde
- Bis 1909 scheiterte ein Kirchbau an den fehlenden Finanzen.
Anfang des 20 Jahrhunderts änderte sich das jedoch, als Otto Boenicke
beschloss, Woltersdorf eine Kirche zu stiften. Otto Boenicke war Zigarrenfabrikant
aus Berlin. Er stammte aus Woltersdorf, seine Eltern besassen eine gewisse
Zeit die hiesige Papiermühle. Aus Verbundenheit mit seiner Heimatgemeinde
und zum Gedenken an seine Verwandten stiftete er die
Kirche. Geplante Kosten dafür waren 60.000 Reichsmark, nach genauer
Berechnung kam dann doch eine Summe von ca. 70.000 Reichsmark zusammen.
- Die Kirche ist nach dem Muster der Kirche in Berlin-Wannsee
entworfen und gebaut worden. Geplant und gebaut wurde sie von Friedrich
Metzing, einem Bauunternehmer aus der Kurfürstenstraße in Berlin.
- Zum Bauumfang der Kirche gehörte der gesamte Rohbau,
die Malerarbeiten, das Gestühl, die Kanzel, der Altar, der Taufstein,
die Orgel und das Glockengeläut mit drei Glocken.
- Grundsteinlegung erfolgte am 22. März 1911
- Richtfest war am 16. Juni 1911
- Die Kirche ist einschiffig gebaut mit einer Abmessung von
19 x 12 m
- Den Abschluss zum Dach bildet ein Tonnengewölbe mit
rundbogigen Erweiterungen an den Fenstern
- Der Turm hat eine Höhe von ca. 24 m
Den Altarraum bildet eine rechteckige Apsis mit abgeschrägten Ecken,
die so den Eindruck einer achteckigen Apsis vermittelt. Die drei Fenster
im Altarraum sind aus bemaltem Glas. Sie wurden gestiftet vom Erbauer
der Kirche, Friedrich Metzing, von der Familie des damaligen Besitzers
der Papiermühle, Otto Schlüter, und dem Amtsvorsteher und Kossäthen
Ruhland aus Woltersdorf.
- Alle anderen Einrichtungsgegenstände wurden von den
Woltersdorfern durch Spenden finanziert
- Am 16. November 1911 war Einweihung der Kirche
- An einer Mauereinsparung bei der Eingangstür ist der
Spruch aus dem Matthäusevangelium Kapitel
11,28 zu lesen: Kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen
seid
- An der südlichen Außenmauer dicht bei der Apsis
war eine Metalltafel angebracht mit folgendem Wortlaut:
Gott dem Herrn zur Ehre
Diese Kirche ist gestiftet worden
zum Andenken an seine Vorfahren, verstorbenen Eltern, Geschwister und
Kinder
durch Otto Boenicke geb. 14 August 1848 in der Papiermühle
- Diese Tafel ist in den 60-iger Jahren des letzten Jahrhunderts
von Unbekannten gestohlen worden
- Am 15. Juni 2003 wurde eine neue Tafel eingeweiht derselben
alten Inschrift
- Im Jahre 2003 wurde die Kirche in die Denkmalliste des
Landkreises Teltow-Fläming eingetragen
- Im Jahre 2006 wurde das Kirchendach und die gesamteTurmspitze
saniert.
- Bis zur 100- Jahrfeier der Kirche soll der Innenraum saniert
werden. Dazu gehört die Erneuerung der Elektrik, die Sanierung der
Fenster und ein neuer Innenanstrich. Erwogen wird auch noch die Abtrennung
des Raumes unter der Empore für kleinere Veranstaltungen. Für
diese Arbeiten stehen kaum Fördermittel zur Verfügung und muss
zum großen Teil von der Kirchengemeinde selbst getragen werden.
Deshalb freuen wir uns über Spenden:
Auf Wunsch senden wir Ihnen einen Spendenquittung zu.
Empfänger:
Parochie Woltersdorf
Volksbank Fläming eG BLZ 16062008
Konto Nr. 2108715600
Verwendungszweck: Kirche Woltersdorf